{"id":456,"date":"2010-12-17T12:35:02","date_gmt":"2010-12-17T10:35:02","guid":{"rendered":"http:\/\/ufwiederguegs.ch\/?p=456"},"modified":"2011-01-18T08:40:03","modified_gmt":"2011-01-18T06:40:03","slug":"v-a-e","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ufwiederguegs.ch\/?p=456","title":{"rendered":"V.A.E"},"content":{"rendered":"<p>Dienstag, 14. Dezember 2010 V.A.E<\/p>\n<p>Als erstes muss ich den Bericht von gestern noch etwas verfeinern. Thomas hat w\u00e4hrend ich am Morgen geschlummert habe heimlich Blog geschrieben\u2026das geht gaaar nicht J<\/p>\n<p>Also, wir kommen wie gesagt morgens um ca. neun Uhr in den V.A.E im Hafen von Sahrjah an. Nachdem wir unser Haus aus dem Schiff rausbuxiert haben werden wir in den Bus gebeten. Ich Thomas hinterher, aber als ich auf dem ersten Stufentritt vom Bus stand werde ich unsanft rausgebeten und in einen anderen Bus verwiesen\u2026.Aha, auch hier werden Frauen und M\u00e4nner wieder getrennt. Ich sitze nun also mit ca. 20 bis zur unerkenntlichkeit vermummten Frauen in einem Bus.. sch\u00f6n habe ich mir heute das bunte gr\u00fcne Kopftuch \u00fcbergezogen. Bin also kaum aufgefallen unter den Einheimischen J Nach kurzer Fahrt sind wir auch schon beim Zolloffice. Das aussteigen erwies sich als gar nicht so einfach\u2026alle dr\u00e4ngelten vor und schubsten was das Zeugs h\u00e4lt\u2026ich hielt mich also dezent zur\u00fcck und wartete bis alle H\u00fchner von Bord sind. Auch im Zollgeb\u00e4ude wird noch zwischen M\u00e4nnlein und Weiblein unterschieden. Ich werde zusammen mit meinen Freundinnen in ein Zimmer gepfercht und muss warten. Wieder bin ich nat\u00fcrlich die letzte die dran kommt\u2026aber nur f\u00fcr was? Ich werde in ein weiteres Zimmer gerufen\u2026Eye-Control\u2026Da die Frauen hier vermummt sind, werden sie anhand eines Augenleseger\u00e4tes Identifiziert.. so m\u00fcssen sie sich nicht vor den Beamten entbl\u00f6ssen\u2026Als den Beamten dann endlich mal auff\u00e4llt, dass ich nicht verschleiert bin und diese Kontrolle nicht ben\u00f6tige werde ich wiederum unfreundlich zur\u00fcckgeschickt.<\/p>\n<p>Die Araber \u00fcberhaupt keinen Sympathischen Eindruck. Sie wirken ziemlich arrogant und abgehoben. Ein kleiner Kulturschock f\u00fcr uns\u2026sind wir uns doch die netten Iraner gewohnt und vermissen sie jetzt schon ein bisschen J<\/p>\n<p>Thomas und Ich warten nun (2 Meter voneinander entfernt) was als n\u00e4chstes passiert. Noch immer sitzen alle in einer Halle.. rechts die M\u00e4nner und links die Frauen. 10 Minuten sp\u00e4ter geht ein Schalter auf\u2026die Frauen st\u00fcrzen drauf los, werden jedoch schroff zur\u00fcckgepfiffen. Ein Beamter sieht sich meinen Pass an und weist mich an den eben ge\u00f6ffneten Schalter. Dort soll ich mein Visum erhalten. Ich stelle mich also anst\u00e4ndig hinter 2 Frauen an und warte bis ich dran komme\u2026Die erste Frau ist fertig, ich bin schon die zweite in der Reihe\u2026.so, nun ist die vor mir fertig.. ich bin dran\u2026.und schwupps.. dat war wohl nix.. Wenige Zentimeter haben gefehlt, h\u00e4tte der Z\u00f6llner meinen Pass in der Hand gehabt.. w\u00e4re da nicht diese Frau gewesen die ihren Pass so weit durch das schmale Sprechfenster schob, dass sie selbst fast auf dem Stuhl des Z\u00f6llners landete. Pech gehabt, warte ich halt wieder. Denn von diesen Frauen gab es noch viele. Finally haben wir dann beide unsere Visa f\u00fcr 4 Wochen im Pass und werden nach weiteren 30 im Polizeiauto zur\u00fcck zu unserem Auto gefahren. Von da an startete Thomas dann seinen Marathon f\u00fcr die Zollbeh\u00f6rde.<\/p>\n<p>4 Stunden sp\u00e4ter d\u00fcrfen wir dann endlich den Hafen verlassen. Und tataaaaaaaaaa, ich schmeisse Kopftuch und mein Gewand in den Ecken\u2026Wow, was f\u00fcr eine Wohltat, endlich wieder befreit in der \u00d6ffentlichkeit sein\u2026herrlich, wusste gar nicht wie sch\u00f6n das ist. Einziger Nachteil: Strubbelfrisur wieder richten und angesammelte Speckr\u00f6llchen unter dem T-Shirt verstecken. FDH ist angesagt. J<\/p>\n<p>Wir erblicken die ersten Hochh\u00e4user und Baustellen. Alles ist sehr sauber, Porsche und Co flitzen durch die Strassen. Das sch\u00f6nste f\u00fcr uns: Keiner beachtet uns, wir k\u00f6nnen mitten in der Stadt anhalten, mit Alia am aufgesch\u00fctteten k\u00fcnstlichen Strand spazieren gehen\u2026kein Schwein interessiertes. Wenige Menschen befinden sich auf der Strasse, es scheinen alle in Ihren Autos rumzud\u00fcsen oder im klimatisierten B\u00fcros zu sitzen\u2026das gef\u00e4llt uns J<\/p>\n<p>Thomas hat Lust auf Bier, also steuern wir den n\u00e4chst besten Supermarkt an. Aber Fehlanzeige, in den K\u00fchlregalen ist kein Bier zu sehen. Mit leeren H\u00e4nden und etwas entt\u00e4uscht verlassen wir den Laden. Thomas war so traurig, dass er sich nicht mehr aufs Autofahren konzentrieren konnte und direkt vor dem Supermarkt (mitten in der Stadt) sich im Sand festfuhr.. Ziemlich peinlich\u2026Da half alles fluchen nichts, die Sandbleche und die Schaufel mussten her. Zum Gl\u00fcck klappte gleich der erste Versuch und wir waren befreit. Schnell weg hier \ud83d\ude09<\/p>\n<p>(Als n\u00e4chstes Auto gibt es f\u00fcr meinen Mann ein Amphibienfahrzeug, so er\u00fcbrigt sich das Ausbuddeln und teure F\u00e4hren J )<\/p>\n<p>Keine 500 Meter entfernt lassen wir uns am Strand nieder und geniessen die Privatsph\u00e4re und die fernen Lichter von \u00a0Dubai, die im Mondlicht glitzern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 14. Dezember 2010 V.A.E Als erstes muss ich den Bericht von gestern noch etwas verfeinern. Thomas hat w\u00e4hrend ich am Morgen geschlummert habe heimlich Blog geschrieben\u2026das geht gaaar nicht J Also, wir kommen wie gesagt morgens um ca. neun Uhr in den V.A.E im Hafen von Sahrjah an. 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