{"id":366,"date":"2010-11-09T10:11:40","date_gmt":"2010-11-09T08:11:40","guid":{"rendered":"http:\/\/ufwiederguegs.ch\/?p=366"},"modified":"2011-01-18T08:42:46","modified_gmt":"2011-01-18T06:42:46","slug":"tee-tee-und-nochmals-tee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ufwiederguegs.ch\/?p=366","title":{"rendered":"Tee Tee und nochmals Tee"},"content":{"rendered":"<p>Samstag, 7. November 2010 Die Nacht war super Erholsam..draussen war es Mucksm\u00e4uschenstill. Mit der Morgensonne konnten wir endlich erkennen, wo wir gestrandet sind. Mitten im Gebirge\u2026weit und breit war kein Haus zu sehen. Wir tuckelten also die Strasse weiter\u2026und Anstatt die Strasse zum Meer hinunter f\u00fchrt geht es immer weiter Bergauf\u2026bis zur Schneegrenze auf \u00fcber 2400 Metern. Nachdem wir den Bergpass erreicht hatten wurde die Landschaft immer saftiger und gr\u00fcner. Kleine Wasserf\u00e4lle pl\u00e4tscherten den Berg hinunter und wir nutzen die Gelegenheit um unser Wassertank mit frischem Quellwasser zu bef\u00fcllen. Nach endlosen einsamen Kilometern kommt endlich ein belebtes Dorf zum Vorschein. Schon beim Dorfeingang kommt uns ein \u00e4lterer Herr entgegen gesprungen wild mit den H\u00e4nden fuchteld. \u201eWelcome to Masoleh..Please come\u2026drink teee\u201c Er konnte uns dann schlussendlich doch noch \u00fcberzeugen und wir tranken mit Ihm ein Teechen. Er stellte uns einen Jungen Herrn vor welcher auch gut Englisch sprach und f\u00fcr die Elektrik im Dorf zust\u00e4ndig war. Der \u00e4ltere Herr lud uns ein in seiner G\u00e4stewohnung zu \u00fcbernachten und sein Abendessen mit Ihm zu teilen. Wir lehnten dankend ab (an diesem Abend mussten wir dann an unserem \u00dcbernachtungsplatz am Stra\u00dfenrand feststellen, dass dies wohl ein Fehler war und wir uns solche Einladungen nicht mehr entgehen lassen d\u00fcrfen). Dieses Tal ist f\u00fcr die Iraner ziemlich bekannt und ab und zu verirren sich auch Touristen hierher. Nach einem kurzen Rundgang durch das wirklich sch\u00f6ne D\u00f6rfchen machten wir uns weiter auf unsere Fahrt zum Meer. Dass wir uns auf dem Weg dahin mehrere Male verfahren haben und zwar an der K\u00fcste waren, jedoch das Meer nicht gesehen haben, m\u00f6chte ich nicht erw\u00e4hnen \uf04a Wir hielten in der etwas gr\u00f6sseren Stadt Rasht um Geld zu wechseln, was hier gar nicht so einfach ist. Es gibt genau eine Bank in der Stadt die Dollar in Rupi wechselt, und die \u00f6ffnet erst in einer Stunde. Alle anderen Banken und von denen gibt es dutzende, kommunizieren mit Ihren Kunden nur \u00fcber den Bankomaten\u2026 Die Eingangst\u00fcren bleiben im Normalfall geschlossen (im \u00dcbrigen funktionieren im Iran keine unserer EC, Master oder Visakarten, da die Vertr\u00e4ge aufgrund des Embargos gek\u00fcndigt wurden. Wer keine Dollar oder Euro mehr in der Tasche hat darf Nachhause.)Wir vertrieben uns die Zeit indem wir etwas in der Stadt rumschlenderten. Es dauerte keine Minute da sprach uns auch schon der erste Iraner an. Mustafa sah aus wie ein kleiner Psychopath mit Brille und schiefen Z\u00e4hnen. Nach einigen Minuten mussten wir jedoch feststellen, dass es doch ein ganz netter und gescheiter Mann war. Er sprach gut Englisch und wir konnten uns etwas unterhalten. Er brachte uns zu einer Wechselstube wo wir unser Geld endlich wechseln konnte und dann lud er uns zum Tee ein. Wir schlugen diese Einladung nicht aus, die Gelegenheit um zu sehen wie es beim Iraner zu Hause aussieht. Wir schlichen also in sein Haus (Sein Vater war gerade am schlafen und mochte keinen Besuch) und huschten in sein Zimmer. Oder besser gesagt in seine Abstellkammer. Nach dem dritten Tee und einem Foto verabschiedeten wir uns dann auch und drau\u00dfen wurde es bereits schon wieder Dunkel. Nach einer kurzen Fahrt mussten wir mal wieder Benzin nachtanken. Da Thomas bereits am Vortag schlechte Erfahrungen betreffend dem Benzinpreis machte, wollte er diesmal den Iranern im Notfall auf die Finger klopfen. W\u00e4hrend ich nun im Auto wartete, ging draussen die Post ab\u2026 Thomas war mit der Rechnung des Tankwartes nicht einverstanden. Etwa 30 Minuten sp\u00e4ter war dann alles geregelt und Thomas steig erleichtert und mit einem l\u00e4cheln in den Dodge ein\u2026 mehr erfahrt ihr dann in seinem speziellen Tankstellen Beitrag. Wir fuhren noch eine ganze Weile durch die Nacht, hatten uns schon f\u00fcr eine Strasse neben einer Moschee entschieden, doch die sehr interessierten Mofafahrer, welche meistens zu zweit oder dritt auf den Kisten rumscheppern, immer wieder wendeten, Fotos machten und Laut irgendetwas zurufen, waren uns nicht geheuer\u2026 Wir wollten einfach nur in Ruhe zu Abend essen uns schlafen legen. Nach einer Irrfahrt der K\u00fcste entlang stellten wir uns ersch\u00f6pft an den Strassenrand hinter einen Laster und verbrachten da die Nacht.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag, 7. November 2010 Die Nacht war super Erholsam..draussen war es Mucksm\u00e4uschenstill. Mit der Morgensonne konnten wir endlich erkennen, wo wir gestrandet sind. Mitten im Gebirge\u2026weit und breit war kein Haus zu sehen. 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