{"id":1057,"date":"2011-11-13T19:16:22","date_gmt":"2011-11-13T17:16:22","guid":{"rendered":"http:\/\/ufwiederguegs.ch\/?p=1057"},"modified":"2011-11-13T19:47:40","modified_gmt":"2011-11-13T17:47:40","slug":"im-schlarafenland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ufwiederguegs.ch\/?p=1057","title":{"rendered":"Susi im Schlaraffenland"},"content":{"rendered":"<p>8. November 2011 Los Cabos die Zweite<\/p>\n<p>Die Adresse des Kamera Heinis entpuppt sich als Internet Cafe. Es ist nur eine Angestellte dort, von Patrick fehlt jede Spur. Sie kennt jedoch seine Telefonnummer und Schwupps haben wir ihn am Apparat. Einer der wenigen Mexikaner welche richtig gut Englisch sprechen. Wir sollen die Kamera im Cafe deponieren, er wird sich am n\u00e4chsten Tag bei uns melden und uns \u00fcber den Patienten informieren.<\/p>\n<p>Da meine Olympus Kamera auch gereinigt werden sollte, sowie bei meinem Dell Laptop seit gut zwei Wochen der Display schon wieder defekt ist, w\u00e4re das eine gute Gelegenheit gleich alles zu erledigen. Doch es scheint mir doch etwas zu riskant alle Ger\u00e4te hier zu hinterlegen f\u00fcr jemanden den man noch nie pers\u00f6nlich gesehen hat.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Nach ein paar Eink\u00e4ufen am sp\u00e4ten Nachmittag stehen wir wieder vor dem Problem hier in der grossen Stadt eine \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeit zu finden. Wir hatten vor ein paar Tagen schon das Vergn\u00fcgen (siehe \u201eViel Gl\u00fcck kleiner Paddler\u201c), doch das ist fast 30km entfernt und wir konnten aufgrund der am Strand brechenden Wellen kaum schlafen. Wir entscheiden uns zwischen Cabo San Lucas und San Jose del Cabo dem erst besten Wegweiser an den \u00f6ffentlichen Strand zu folgen. Und siehe da\u2026 Nach gut 3km Fahrt weg von der Autobahn, \u00f6ffnet sich eine wundersch\u00f6ne kleine Bucht vor uns auf. Es stehen nur wenige Fahrzeuge am Strand und auf der rechten Seite f\u00fchrt ein Weg steil den Berg hoch auf eine Art Aussichts-Plattform. Ein Pickup steht schon oben, Allrad und Kriechgang sei dank stellen wir uns gleich neben dran.<\/p>\n<p>Diese kleine Bucht h\u00e4lt jeden Tag eine neue \u00dcberraschung f\u00fcr uns bereit \ud83d\ude09<\/p>\n<p>So werden wir in der ersten Nacht von durchdrehenden R\u00e4dern geweckt\u2026 Zwei junge Damen dachten, dass sie mit ihrem Pickup zu uns auf den H\u00fcgel fahren sollten. Leider haben sie die falsche Route gew\u00e4hlt und stecken nun tief im Sand. Zum Gl\u00fcck sind noch weitere Leute am Strand am feiern, welche das Fahrzeug nach einer halben Stunde befreien k\u00f6nnen. Endlich, Augen zu und weiter schlafen\u2026<\/p>\n<p>Am zweiten Tag besucht uns ein Laster voll schwer bewaffneten Polizisten. Einige sind gar vermummt, mit schusssicherer Weste, MG\u00b4s und Pump Gun\u00b4s ausger\u00fcstet. Die wollen wohl eine Personenkontrolle durchf\u00fchren denken wir \u2013 doch nicht\u00b4s da. Sie gr\u00fcssen uns mit Handzeichen freundlich zu und scheinen bloss ihre Mittagspause zu geniessen.<br \/>\nAls nach einiger Zeit zwei von ihnen zu uns den Berg hoch laufen wird uns doch noch mulmig\u2026 Scheinbar hat sich aber wieder mal jemand am Strand eingegraben und sie suchen nur nach einem Abschleppseil. Habe ich leider keines \u2013 aber ich zeige auf die Sandbleche. Sie nicken &#8211; ich schnappe mir noch die Schaufel und schon bin ich mit den schwer bewaffneten Jungs auf dem Weg zum im Sand untergegangenen SUV. Die Befreiungsaktion dauert keine 10 Minuten, alle bedanken sich und sind Happy.<\/p>\n<p>Als wir an diesem Abend, es ist schon kurz vor dem Eindunkeln, vom Einkaufen in der Stadt zur\u00fcckkehren, steht ein Pickup auf unserem Berg. Das heisst fast\u2026 auch er hat den falschen Weg gew\u00e4hlt und steckt in der steilen Auffahrt tief im Sand. Locker, l\u00e4ssig krackseln wir mit dem Dodge an ihnen vorbei und stellen uns, keine 5 Meter von ihnen entfernt, auf unserem angestammten Platz. Nat\u00fcrlich frage ich gleich bei den 4 anwesenden M\u00e4nnern nach ob wir helfen k\u00f6nnen und zeige die Sandbleche. Und so buddeln und graben wir bis es stockdunkel ist. Runde f\u00fcr Runde geben sie eisgek\u00fchltes Bier aus und Susanne sorgt mit leckeren Keksen f\u00fcr gute Stimmung. Doch der Ford F-150 steckt zu tief im Sand und hat schon lange mit dem Unterboden und Differential aufgesetzt. Hoffnungslos vor allem weil das elektronische zuschalten der Vorderr\u00e4der nicht funktioniert\u2026 Da lobe ich einmal mehr unsere bew\u00e4hrte alte manuelle Technik am Dodge. Gl\u00fccklicherweise erreichen die Jungs telefonisch einen Freund, der eine Stunde sp\u00e4ter mit seinem Dodge Ram und einem stabilen Seil den eingesandeten Ford den Berg runter zieht. So geht das<\/p>\nngg_shortcode_1_placeholder\n<p>Keine 15 Minuten sp\u00e4ter, wir sitzen gerade gem\u00fctlich vor unserem Haus, da kommt der n\u00e4chste den Berg hoch. Ein alter Landrover, der Fahrer wohl schon des \u00f6fteren hier unterwegs, stellt sich ein paar Meter neben uns. Es sind drei Jungs die uns freundlich Gr\u00fcssen. Emsig packen sie ihre Sachen, Flossen, Lampen etc. Wir schauen uns fragend an. Die wollen doch nicht um diese Zeit noch ins Wasser? Die Brandung und Meeresstr\u00f6mung hier ist heftig, ein Moment zur falschen Zeit am falschen Ort und\u2026 Doch sie meinen es ernst\u2026 Sie bitten uns noch auf ihren Wagen aufzupassen und erz\u00e4hlen, dass sie es auf Langusten abgesehen haben, welche nur in der Nacht aktiv sind. Wir staunen und w\u00fcnschen ihnen Hals und Beinbruch. Wir hinterlegen beim Landrover noch ein kleines Begr\u00fcssungsgeschenk und dann ist es Zeit f\u00fcr ins Bett. Um 3 Uhr Morgens raschelt es vor unserer T\u00fcr. Die Jungs sind von ihrer Jagt zur\u00fcck. Zig schwere voll gestopfte S\u00e4cke werden in das Auto verladen. Wir beobachten das treiben durch unser Dachfenster\u2026 Dann steht pl\u00f6tzlich einer von ihnen vor unserem Dodge, pfeift und\u00a0 ruft \u201eAmigo psssst\u201c. Ich \u00f6ffne den Reissverschluss des Dachfensters und rufe \u201ehola!\u201c. Da streckt er mir ein Plastiksack mit etwas stacheligem, zappeligem drin, hoch aufs Dach. Ich greife z\u00f6gernd danach, hoffe nur dass ich am Schluss noch alle Finger an der Hand habe. Da sehe ich, es sind riesige Langusten, drei, nein, vor schreck f\u00e4llt mir eine runter\u2026 Der Fischer reicht mir die runter gefallene nochmals hoch und so sitze ich mit diesen monster Biestern in den H\u00e4nden im Bett. Ich schaue r\u00fcber zu Susanne, doch sie hat sich l\u00e4ngts in den weit entferntesten ecken des Bettes verkrochen um von den Biestern nicht aufgegessen zu werden J<\/p>\n<p>Das einzige was uns einf\u00e4llt ist, ab in den K\u00fchlschrank. Auch wenn wir nat\u00fcrlich ein schlechtes Gewissen dabei haben Lebende Tiere einzufrieren, aber das Geschenk einfach wieder in das Meer schmeissen wollen wir auch nicht. Und so gibt es am n\u00e4chsten Tag zwei der Langusten (die ersten in unserem Leben) als Vorspeise und die dritte landet in Susan\u00b4s \u00a0super Fischsuppe. Yammiiiiii, Muchas gracias Amigo\u00b4s.<\/p>\n<p>Freitag morgens gehen wir wie \u00fcblich nach dem Fr\u00fchst\u00fcck eine runde Schnorcheln. W\u00e4hrend wir uns vorbereiten sehen wir, dass am Strand ein kleiner Massagesalon aufgebaut wird. Welches Hotel hat wohl hier die Idee gehabt, seine G\u00e4ste an diesem wundersch\u00f6nen Ort zu verw\u00f6hnen\u2026.Wehm\u00fctig schauen wir r\u00fcber und w\u00fcnschen uns auch da zu liegen. Simsalabim\u2026w\u00fcnsche sind ja bekanntlich da um erf\u00fcllt zu werden. Als wir vom Schnorcheln zur\u00fcck sind, empf\u00e4ngt uns eine Dame in Weiss und fragt uns ob wir eine Stunde Gratismassage haben wollen\u2026<\/p>\n<p>Keine 5 Minuten sp\u00e4ter schlummere ich auf der Liege und werde bei Meeresrauschen massiert \ud83d\ude42 ist denn schon Weihnachten oder was? Thomas l\u00e4sst sich den ganzen Spass entgehen, er steht nicht so darauf befummelt zu werden. Schade, da hat er was verpasst.<\/p>\nngg_shortcode_2_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>8. November 2011 Los Cabos die Zweite Die Adresse des Kamera Heinis entpuppt sich als Internet Cafe. Es ist nur eine Angestellte dort, von Patrick fehlt jede Spur. Sie kennt jedoch seine Telefonnummer und Schwupps haben wir ihn am Apparat. Einer der wenigen Mexikaner welche richtig gut Englisch sprechen. Wir sollen die Kamera im Cafe [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,19],"tags":[],"class_list":["post-1057","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-news","category-mexico"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ufwiederguegs.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1057","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ufwiederguegs.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ufwiederguegs.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ufwiederguegs.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ufwiederguegs.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1057"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/ufwiederguegs.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1057\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1060,"href":"https:\/\/ufwiederguegs.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1057\/revisions\/1060"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ufwiederguegs.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1057"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ufwiederguegs.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1057"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ufwiederguegs.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1057"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}